Ernährung und Krebs

Vollwertige Ernährung - ein Teil der Krebstherapie

Ein wichtiges Ziel der Ernährung bei Krebserkrankungen ist, Gewichtsverlust zu verhindern. Krebspatienten sollten darauf achten, dass Sie sich ausgewogen und vollwertig ernähren. Das bedeutet, dass Sie Ihrem Körper genügend Nährstoffe und Energie zuführen. Eine Orientierung dafür bieten die 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Ausgewogene und vollwertige Ernährung trägt dazu bei, dass man den erhöhten Vitamin- und Mineralstoffbedarf decken kann. Dieses gilt besonders für die Gruppe der antioxidativen Vitamine. Hierzu zählen die Vitamine A, E, C und die Carotinoide (gelbrote Pflanzenstoffe).

Antioxidanzien fangen im Körper die aggressiven Sauerstoffmolekühle (freie Radikale) ab und machen sie unschädlich.

Freie Radikale sind hochreaktive Verbindungen, die im Körper Zellwände und Erbsubstanz schädigen: Sie entstehen bei Stoffwechselvorgängen im Körper oder werden von außen zugeführt durch Tabak, Abgasen, UV-Licht. Aber auch Stress und Ängste gehören dazu. Durch reichlich Vitamin A, E, C und Carotinoide kann die antioxidative Wirkung im Körper gesteigert werden.

Folgende Lebensmittel sollten täglich auf dem Speiseplan stehen. Dann bekommt der Körper genügend „Radikalfänger“.

 

Selen

Eine wichtige Funktion bei der Ernährung des Krebskranken spielt das Spurenelement Selen. Selen fängt zusammen mit Vitamin E freie Radikale ab. Durch seine zellschützende Funktion wird ihm eine krebsvorbeugende Wirkung zugeschrieben. Auch stärkt es eine bestimmte Gruppe weißer Blutkörperchen, die Fress- und Killerzellen.
Folgende Lebensmittel enthalten reichlich Selen:

 

Omega 3 und Omega 6-Fettsäuren

Die Zellmembranen werden bei der Chemo- wie auch bei der Strahlentherapie zerstört. Omega 3 und 6-Fettsäuren wirken sich günstig auf den Stoffwechsel aus.
Sie sind enthalten in:

Wichtig für Sie ist es, beim Kauf der Öle darauf zu achten, dass auf dem Etikett Kaltpressung-Nativ steht.

 

Einsatz von Zusatznahrung

Reicht die normale Ernährung bei einer fortgeschrittenen Krebserkrankung nicht aus, um den Energie- und Nährstoffbedarf abzudecken, ist eine Zusatznahrung z. B. in Form einer Trinknahrung notwendig.
Trinknahrung wird industriell hergestellt und enthält viele Nährstoffe in konzentrierter Form. Sie kann zu den Mahlzeiten oder als Zwischenmahlzeit getrunken werden.

Die Kosten für eine Zusatznahrung können von der Krankenkasse übernommen werden. Wichtig ist, dass vom Arzt eine schriftliche Begründung hierfür vorliegt.

 

Weitere Informationen finden Sie auch unter:

www.krebshilfe.de

www.dge.de