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1. Einführung in das Thema

1.2. Initiativen der Landesregierung

Angesichts der vielen immer noch ungenutzten Möglichkeiten bei der Erkennung und Behandlung von Brustkrebs hat die schleswig-holsteinische Landesregierung bereits Initiativen ins Leben gerufen, die erste Ansätze zu einer deutlichen Verbesserung der Versorgung von Patientinnen beinhalten:

1. Modellvorhaben „QuaMaDi“
Das Modellprojekt "Qualitätsgesicherte Mamma-Diagnostik" (QuaMaDi), das unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz steht, birgt vor allem Vorteile bei der Brustkrebs-Früherkennung. Durch eine unabhängige Zweitbefundung wird die Diagnostik verbessert und damit sicherer. Verantwortlich für das Projekt sind die Kassenärztliche Vereinigung sowie zahlreiche Krankenkassen.

2. Landesinitiative BRUSTlife
Diese Initiative fördert vor allem die Selbstuntersuchung der Brust. Dabei leiten Gynäkologinnen Frauen mit einem Tastmodell an, die richtige Technik zu erlernen, um ihre Brust selbst untersuchen zu können.

3. Screening-Modellprojekt
Mit dem Start der Screening-Einheit Nord im Februar 2008 haben alle Schleswig-Holsteinerinnen vom 50. bis zum vollendeten 70. Lebensjahr die Möglichkeit, an dem neuartigen bundesweiten Vorsorgeprogramm, dem Mammographie-Screening-Programm, teilzunehmen.
Das Screening-Programm steht sowohl Frauen, die gesetzlich krankenversichert sind, wie auch privat versicherten Frauen zur Verfügung.

4. Brustzentren
Um die Defizite auch landesweit, flächendeckend und integriert abzubauen, plant die Landesregierung zudem die Schaffung von zehn Brustzentren, die in der Regel in an die großen Krankenhäuser angegliedert werden sollen. Die Zentren werden diagnostizierend und behandelnd, aber auch koordinierend tätig sein und so die Probleme im Zusammenspiel zwischen niedergelassenen Ärzten und Kliniken lösen.