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1. Einführung in das Thema

1.1. Kritische Anmerkung zur Versorgung von Patientinnen
in Schleswig-Holstein


Trotz jahrzehntelanger Forschung ist ein Durchbruch in der Bekämpfung des Brustkrebses noch nicht in Sicht. Obwohl gegen den früh erkannten Brustkrebs gesicherte und wirksame Methoden der Therapie fest etabliert sind, gibt es im medizinischen Alltag zahlreiche Mängel, die eine optimale Versorgung der Patientinnen verhindern.
Schätzungen des Gesundheitsministeriums zufolge sterben jährlich rund 4000 Frauen an der Krankheit, weil sie unzureichend untersucht und behandelt werden. Dabei sind insbesondere folgende Kritikpunkte anzumerken:
  • Unzureichende Beteiligungsraten an Früherkennungsuntersuchungen.
  • Mangelnde Koordination zwischen den Versorgungsebenen.
  • Keine einheitlichen Diagnose– und Therapievorgaben.
  • Mangelnde psychosoziale Betreuung.
  • Uneinheitliche Dokumentation der Befunde.
  • Regional unterschiedliche Versorgungsstrukturen.
  • Institutionale Barrieren stehen einer integrierten Versorgung im Wege.
  • Unzureichende Qualitätskontrollen.