|
|
|
|
News / Archiv
Zahl der Brustkrebs-Operationen gestiegen
Holsteinisches Brustzentrum erneut zertifiziert
 Dr. Kunz
|
Heide/Itzehoe/Neumünster/Rendsburg - Die Zahl der Brustkrebs-Operationen im Bereich des Holsteinischen Brustzentrums ist in den vergangenen Jahren deutlich nach oben gegangen. Waren 2004 noch 436 primär erkrankte Frauen in den Krankenhäusern Heide, Neumünster, Itzehoe und Rendsburg behandelt worden, so stieg die Zahl auf 516 im vergangenen Jahr.
"Die Zahl der Brustkrebs-Fälle ist jedoch nicht zwangsläufig darauf zurückzuführen, dass es mehr kranke Frauen gibt. Vielmehr konnten wir die Diagnostik so verbessern, dass der Krebs früher erkannt und damit besser behandelt werden kann", erläuterte Dr. Thomas Kunz, Chefarzt der Frauenklinik des Westküstenklinikums in Heide. Die Gründe für bessere Behandlungschancen liegen nach Ansicht von Dr. Kunz im Brustkrebs-Früherkennungsprogramm "Qualitätsgesicherte Mamma-Diagnostik" (QuaMaDi), im landesweiten Mammographie-Screening-Programm sowie in den verstärkten Anstrengungen im Krankenhausbereich.
Die Qualität der Arbeit im Holsteinischen Brustzentrum ist in der vergangenen Woche erneut sowohl von der Deutschen Krebsgesellschaft, als auch vom TÜV Süd zertifiziert worden. Neben den jährlichen Audits, in denen zum Beispiel überprüft wird, ob die Ärztinnen und Ärzte ihre Patientinnen nach den strengen fachlichen Leitlinien der Krebsgesellschaft behandelt, gibt es alle drei Jahre ein zusätzliches Audit, in dem sehr detailliert die Arbeitsweise des Brustzentrums und seiner Untergliederungen überprüft wird. Die Zertifizierung zeigt demnach, dass sich Diagnostik und Therapie des Zentrums auf einem hohen Niveau befinden.
Das Holsteinische Brustzentrum (HBZ) ist mittlerweile das größte dezentrale Brustzentrum Deutschlands. Die dort erreichten Behandlungszahlen können ansonsten in der Regel nur die großen universitären Zentren erreichen. Im Unterschied zu den Brustzentren in Großstadt-Krankenhäusern und Universitätskliniken sind am Holsteinischen Brustzentrum vier verschiedene Krankenhäuser und ihre Fachkliniken beteiligt: das Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster, das Klinikum Itzehoe, das imland Klinik Rendsburg und das Westküstenklinikum Heide. Zudem kooperieren niedergelassene Frauenärzte und Radiologen im Einzugsbereich der Kliniken mit dem Brustzentrum.
Um die Entfernung zwischen den einzelnen Standorten zu überbrücken, wurde ein System interdisziplinäre Fallkonferenzen per Video-Übertragung eingerichtet. Die beteiligten Ärzte treffen sich regelmäßig vor den großen Bildschirmen, um besonders schwierige Fälle zu diskutieren und somit die bestmögliche Versorgung der jeweiligen Patientin zu gewährleisten. Patientinnen aus Neumünster, Heide oder Itzehoe können zudem zu einer speziellen Untersuchung nach Rendsburg gebracht werden. Dort sind stereotaktische Vakuumbiopsien möglich, um das Krankheitsbild genau abzuklären.
|
An Brustkrebs erstmals erkrankte und im Holsteinischen Brustzentrum behandelte Frauen
|
| | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 |
| Itzehoe | 105 | 134 | 120 | 132 |
| Rendsburg | 120 | 144 | 155 | 161 |
| Heide | 131 | 118 | 106 | 151 |
| Neumünster | 80 | 82 | 73 | 72 |
| GESAMT | 436 | 478 | 454 | 516 |
|
|
Zurück
Text/Fotos:
Dr. Dieter Kienitz
|
|
|